Am 22. April hatten wir unseren Workshop Technik.
Die Themen waren Radlager wechseln oder einstellen, Trommelbremse hinten, Zahnriemen und Ventile einstellen. Durch die freundliche Unterstützung der Firmen "Timmann Autoreparaturen" in Hamburg / Curslack und "Toyota-Autohaus Michael" in Geesthacht hatten wir sowohl eine schöne Werkstatt als auch alle nötigen Werkzeuge und Ersatzteile, sei es zur Ansicht oder zur Verwendung vor Ort. Roger hatte gerufen und 10 Teilnehmer kamen aus nah und fern, nicht alle mit dem Cruiser.
Als erstes wurden die Freilaufnaben demontiert und die kleinen Kniffe gezeigt, wie so etwas ganz leicht und schonend ohne große Anstrengung von statten geht. Nun war auch schnell das äußere Radlager und der Bremssattel entfernt. So ist ganz einfach an das innere Radlager und die Dichtringe zu gelangen, indem man einfach die Bremsscheibe mit Radträger und Lager abzieht.
Alles wurde bis ins kleinste erklärt und gezeigt. Da es am HZJ78 mit 140.000km aber keine Abnutzungserscheinungen gab, wurde alles wieder zusammengebaut und das Radlager mit einfachsten Mitteln aber absolut präzise eingestellt.
Es ist wirklich alles eine Frage der besonderen Kniffe. Nun ging es an die Trommelbremse hinten. Nach dem etwas fummeligen Zurückstellen der Bremsbacken und dem Einsatz von etwas Rostlöser und eines wirklich großen Hammers war es ein leichtes, die Trommel mit den beiden M8er Schrauben von der Nabe zu bekommen.
Aus- und Einbau der Belege wurden geübt und es wurde auch der Handbremshebel an der Ankerplatte ausgebaut und wieder gangbar gemacht. Das ist eine Konstruktion aus Aluminium und Stahl, was natürlich zu Korrosion führen muss. Auch hier war aber alles noch im grünen Bereich, das liegt aber auch daran, dass der Besitzer des HZJ78 das Wasser scheut wie der Teufel das Weihwasser.
Nach dem Zusammenbau ging es nun an den Motor.
Steuerriemen- und Ventildeckel wurden mit allen dazugehörigen Teilen ausgebaut und der Steuerriemenwechsel wurde theoretisch durchgegangen.
Aber nun ging es an das Ventilspiel. Das ist bei einem 6-Zylinder schon eine ganze Menge Arbeit. Und vor allen Dingen ist das unglaublich ölig. Es wurde Zylinder für Zylinder gemessen und mit den entsprechenden Spezialwerkzeugen und ganz viel Geduld von Roger die Einstellplätchen gemessen und gewechselt.
Alle Auslassventile waren in Ordnung - nur die Einlassventile waren alle zu eng eingestellt, was aber bei der Laufleistung auch ganz normal ist. Vielleicht sollte man doch etwas früher das Ventilspiel überprüfen und einstellen. Nach nun 7 Stunden Vorführung, Schrauben, Diskutieren, Fragen und Spaß haben, hatten wir das Auto wieder zusammen und alles funktionierte wieder bestens.
Zum Abschluss waren wir alle im gegenüberliegenden Gasthaus und dort stießen dann auch noch Einige zum geselligen Stammtisch dazu. Die letzen der über 20 Anwesenden gingen dann so gegen 1.00 Uhr.
Also wieder mal ein gelungenes Wochenende. 1000 Dank an alle für die Teilnahme und Unterstützung und ganz besonders an Roger für die tolle, anschauliche und fachlich erstklassige Leitung dieses Workshops.